Energieinfos
07.10.2026
Öl- und Heizölpreise aktuell
Die Rohöl- und Heizölpreise haben seit dem vergangenen Freitag zunächst deutlich nachgegeben. Heute Morgen wird die Nordseesorte wieder bei rund 101 US-Dollar gehandelt. Damit liegt Rohöl gegenüber dem Stand vom vergangenen Freitag zwar etwas niedriger, der Markt bleibt jedoch ausgesprochen schwankungsanfällig. Für den zwischenzeitlichen Rückgang gab es mehrere Gründe. Zum einen haben sich die Ölexporte aus dem Nahen Osten verbessert. Konvois durch die Straße von Hormus, Umgehungsrouten und zusätzliche Schiff-zu-Schiff-Transfers tragen dazu bei, dass wieder größere Mengen auf den Weltmarkt gelangen. Von einer vollständigen Normalisierung kann allerdings noch nicht gesprochen werden. Zusätzlichen Druck auf die Preise erzeugte die Entscheidung der G7, über die Internationale Energieagentur bis zu 100 Millionen Barrel Rohöl und Mineralölprodukte aus strategischen Reserven freizugeben. Die Mengen sollen über einen Zeitraum von vier Monaten bereitgestellt werden. Ein erheblicher Teil der vorgesehenen Dieselversorgung soll bereits innerhalb der ersten 20 Tage auf den Markt gelangen.
Auch beim für Heizöl wichtigen europäischen Gasölpreis war zunächst ein deutlicher Rückgang zu beobachten. Heute Morgen zogen die Notierungen jedoch wieder an. Das zeigt, dass die Entspannung am Rohölmarkt bislang nicht von Dauer ist und der europäische Markt für Diesel und Heizöl weiterhin unter Druck steht. Mit Beginn der Heizsaison bleibt der Ausblick schwierig. Einerseits spricht die zunehmende Ölversorgung aus dem Nahen Osten gegen einen erneuten starken Preissprung. Auch die geplante Freigabe strategischer Reserven dürfte grundsätzlich preisdämpfend wirken. Andererseits ist die Versorgungssituation noch nicht normal. Die Lage rund um die Straße von Hormus bleibt trotz steigender Exportmengen ein erheblicher Unsicherheitsfaktor. Angriffe auf Ziele und Energieinfrastruktur in Saudi-Arabien können kurzfristig neue Risikoprämien am Ölmarkt auslösen. Hinzu kommen mögliche Beeinträchtigungen der US-Öl- und Gasförderung durch einen Sturm im Golf von Mexiko, der sich nach aktuellen Prognosen zu einem Hurrikan entwickeln könnte. Da in der Region ein wichtiger Teil der amerikanischen Offshoreförderung liegt, können vorsorgliche Evakuierungen und Produktionsunterbrechungen zusätzlichen Preisdruck erzeugen. Der Ölmarkt reagierte heute Morgen bereits mit steigenden Notierungen.
| Bereich | Schlusskurs 05.10.2026 |
Schlusskurs 06.10.2026 |
Startkurs heute 07.10.2026 |
Veränderung zum Vortag |
Tendenz 07.10.2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Heizölpreis (Euro/100L) 3.000 L. Standardqualität |
172,73 | 170,10 | 171,38 | 0,8 % | ![]() |
| Rohölsorte Brent (US-Dollar/Barrel) |
101,70 | 99,63 | 101,40 | 1,8 % | ![]() |
| Wechselkurs (Euro/US-Dollar) |
1,1196 | 1,1261 | 1,1234 | -0,2 % | ![]() |

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